Aktionsbündnis "Nazifrei in Plauen"

21.03.2011

Plauen - Auf Initiative des Aktionsnetzwerks "Buntes Vogtland" hat sich am 11. März ein breites demokratisches Spektrum aus Gewerkschaften, Initiativen, Kirchen, Parteien und Vereinen zu einem Bündnis "Nazifrei in Plauen" zusammengefunden. Anlass dafür ist der geplante Naziaufmarsch am 16. April in Plauen.

Dem Bündnis gehören unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, die Evangelisch¬Lutherische St.-]ohannis-Kirche Plauen, die Mobile ]ugendarbeit Plauen, das Forum Kunst/Plauen, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten, Vivere - Leben für Vielfalt und Courage, die MOVE-Kontaktstelle gegen Rechts, das Fanprojekt Plauen-Vogtland, die Bürgerplattform für demokratisehe Erneuerung, das Bürgerforum Sozialkultur, attac, die Jusos, die Linksjugend, sowie die Parteien SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen an. Als Sprecher wurden in der letzten Beratung Stefan Kademann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, Jörg Menke, Bürgerplattform für demokratische Erneuerung und SPD-Stadtrat Benjamin Zabel ernannt. "Nazis überziehen derzeit unser Land mit Gedenk- und Trauermärschen in der Absicht die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Folgen zu verfälschen. Wie erfolgreich sie damit in Plauen sein werden, liegt in unserer Hand. Wir, die Bündnispartner, sind einhellig der Meinung, dass wir an diesem Tag den Nazis nicht unwidersprochen den öffentlichen Raum überlassen dürfen, Um alle Vogtländerinnen und Vogtländer zu einer Protestaktion zu mobilisieren, werden wir in der kommenden Woche mit unserem Aufruf an die Öffentlichkeit gehen. Höchstes Anliegen des Bündnisses ist die friedliche, gewaltfreie Organisation und vor allem Durchführung unseres Protests. Dazu planen wir eine friedliche Gegenkundgebung am 16. April in der Plauener Innenstadt. Plauen ist eine weltoffene und tolerante Stadt, in der es für Nazis keinen Platz gibt! Dafur möchten wir an diesem Tag ein klares Zeichen für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde weit über die Grenzen unseres Vogtlandes hinaus setzen", teilen die Sprecher in einer gemeinsamen Erklärung anläßlich der Gründung des Aktionsbündnisses mit. Abschließend verweisen sie darauf, dass auch aus dem Rathaus Unterstützung signalisiert wurde und in dieser Woche Gespräche mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer stattfinden werden.

Quelle: Vogtlandanzeiger

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