Scharfe Kritik an "Ausländer"-Verbot

19.10.2011

Plauen/Chemnitz - Nach der Disko-Randale in Plauen haben mehrere Initiativen eine Reaktion des Clubbesitzers scharf kritisiert. Dieser soll angekündigt haben, künftig allen "Ausländern" den Zutritt zu verwehren. "Dies ist eine offene Diskriminierung und in der Umsetzung ein Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz", erklärt André Löscher von der Opferberatung Chemnitz in Plauen.

"Hier werden nicht einzelne Täter oder Personen auf Grund eine bestimmten Handlung des Hauses verwiesen, sondern eine ganze Gruppe von Menschen auf Grund ihrer vermeintlichen Herkunft ausgeschlossen." Der Plauener Verein "Vivere - Leben für Vielfalt und Courage" erklärte, dass er prüfen wolle, ob die Ankündigung des Verbots schon den Bestand einer Straftat erfüllt. Zudem wolle man sich an die zuständige Gewerbeaufsicht wenden, da diese für die ordnungsgemäße Führung einer Diskothek innerhalb des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes verantwortlich ist.

Disko-Inhaber Uwe Seidel auf Anfrage, dass es kein generelles Verbot für Ausländer gibt, sondern vielmehr es sich nur um eine Gruppe von etwa 25 Personen handelt, die seit längerer Zeit in der Disko für "Ärger" sorgen und aus diesem Grund Hausverbot erteilt bekommen haben.

Freitagnacht habe eine Gruppe von Männern die Sicherheitskräfte der Diskothek angegriffen und den Eingangsbereich und die Fenster mit Pflastersteinen beworfen. Zwei Mitarbeiter des Clubs seien leicht verletzt worden. Die Tatverdächtigen stammten nach Aussage der Polizei aus dem Plauener Asylbewerberheim.

Quelle: Frankenpost online

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